GFK-Haut für S140ES !?!?

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GFK-Haut für S140ES !?!?

Beitrag von Strubbel » 18.12.2007, 16:34

Hallo Leute

langsam bin ich soweit daß mein Liebchen eine neue Haut anfertigen kann. Nur was nehmen: ~7kg/m² Blech oder ~0.5kg/m² GFK :?: Ich will das Experiment GFK wagen :!: :!: Hatt jemand schon etwas Erfahrung mit dem Material gemacht?
Was mich am meißten interressiert ist welches qm Gewicht und welche Webart sich am besten eignen ....:?: :?:
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Stefan
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Beitrag von Stefan » 10.01.2008, 08:47

Kann dir da leider nicht mit speziellen Tips helfen, ich weiß aber von anderen Fällen, die das mit Erfolg gemacht haben.
Man muß sich halt nur damit abfinden, daß es im Sommer eine berg- und Talbahn ist, da sich das material anders ausdehnt als stahl...

8)
Stefan Lay
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Beitrag von Eghart Bredow » 31.01.2008, 14:40

Was das Gewicht betrifft, komme ich auf etwas höhere Werte. Du kannst entweder Glasfasermatten, zum Beispiel mit einem Gewicht von 450g pro Quadratmeter, nehemn. Die haben dann einen Harzverbrauch von etwa 900 g, also etwas mehr als 1,3 kg pro Quadratmeter. Damit hat die Karosserie eine Dicke von etwa 1,2 mm.
Eine Alternative sind Glasgelege-Matten, die aus Endlos-Fasern bestehen und dadurch deutlich stabiler sind. Da kommst Du bei einer Dicke von 0,6 mm auf 1kg g/qm.
Kurzum, ich halte eine Gewicht von weniger als 1,5 kg/qm nicht für realistisch, denn sonst hält das sicher nicht...

Gruß!

Eghart
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Beitrag von Strubbel » 01.02.2008, 17:14

Hi Eghart!
Ich habe auch noch ein paar Infos bekommen. Am besten ist das Köpergewebe erste Lage mit 300-400g/m², eventuell noch eine weitere Lage und ein etwas feineres Leinengewebe mit 80-100g/m² als Decklage. Mit Harz und der ersten Trägerschicht bin ich bei ca 2-3kg/m², im Gegensatz zu Blech, denn da komme ich auf etwas unter 8kg/m². Es gibt auch Mischfaser mit Aramit oder Kevlar, das ist nur um 50% teurer. Das ist alles natürlich, nicht so drucksteif wie Blech, aber im Zweifel lieber eine Lage mehr als zu wenig. Wer sich das anschauen will ist herzlich zum Mithelfen :lol: eingeladen und einen Bericht für den Boten ist selbstverständlich :wink:

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Längenausdehnung

Beitrag von Henning B » 03.02.2008, 13:23

Guten Tag,

Stefan hat es angedeutet: Die Längenausdehnung unter Wärmeeinwirkung ist erheblich. Man muss bis 3 mm pro laufendem Meter rechnen. An einer ebenen Buswand fällt jede Welle auf, bei einem PKW mit seinen kurzen Flächen lässt sich das "im Spaltmaß unterbringen". Die Verbindung zwischen Stahl und GFK muss diese Belastung kräftemässig aufnehmen können.

Geschmacksache
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Glatte Aussenhaut

Beitrag von Peter Wibmer » 03.02.2008, 13:34

Wie bekommen die neuen Busse das eigentlich hin die sehen alle so glatt und nach Kunststoff aus. Fast keine Zierleisten, keine Stossstangen.
Ist das Kunststoff oder Stahl ?

Peter

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Beitrag von Henning B » 05.02.2008, 14:24

Ohne Stoßstange ohne Zierleisten - wie ist das gemacht?

Vor allem ist das mutig! Wenn ich überlege, was wir schon alles mit der Stoßstange weggeputzt haben.....
und es war keine Lackierung fällig. ':wink:'

Ein Magnet dürfte Aufschluss über das verbaute Material geben.
Henning B.ossow

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Beitrag von Strubbel » 06.02.2008, 09:26

Hi Setraner,

ich habe mal ein wenig meinen Taschenrechner vergewalltigt und das Internet durchforstet und folgendes herausbekommen: der Längenausdehnungskoeffizient ist bei Stahl 0,000.013K^-1 bei GFK in etwa bei 0,000.007K^-1 (in den Harzsorten gibt sich das nicht viel).

Das macht nach Adam Riese eine Differenz von 0,000.006K^-1 Längenausdehnungsunterschied. Als Bezugstemperaturen hab ich -10° bis +40° angenommen und eine mittlere Temperatur von 15° bei der Lamminiert werden soll. Bei maximaler Temperaturdiff. von 25° und einer länge von 11m macht das 0.165mm Längenversatz.

Nach einem Haufen rechnerei muß zusätzlich alle ~20 cm (mit viel Sicherheit) in der senkrechten eine 6mm Schraube in die zweite Lage einlamminiert werden.
Mit meinen ersten Schätzungen von 0.5kg/m² lag ich daneben es sind jetzt mit Schrauben rund 2,6kg/m².

Leichte Wellen sind leider nicht ganz ausgeschlossen aber bei sollchen Dieselpreisen ist das wohl das kleiner Übel.

mfg Strubbel
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Beitrag von Eghart Bredow » 06.02.2008, 10:57

Da kannst Du doch auch Aluminium nehmen. Spezifisches Gewicht von Eisen ist 7,9 g/ccm, von Alu 2,7 g/ccm. Das heißt, dass Du auch mit Alu mindestens die Hälfte an Gewicht sparst...

Gruß!

Eghart

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Beitrag von Strubbel » 06.02.2008, 13:56

Das ist auch eine Alternative, hat nur ein paar Nachteile. Aluminium ist teuer geworden, mehr Arbeit bei Dellen und wenn Alu und Eisen in direktem Kontakt stehen und etwas Feuchtigkeit hinzu kommt gibt es eine elektochemiche Reaktion und das Alu korrodiert recht schnell weg. Außerdem hast du mehr Arbeit mit der Lackvorbereitung (entfetten, anschleifen, grundieren etc). Ok, schleifen muß man GFK auch, aber du verlierst den größten Vorteil: Die Haut ist aus einem Guss, d.h. keine Nähte wo Wasser eindringen kann :!:
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